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Im Jahre 1981 besuchte meine
Familie - mein Mann Werner, unsere Kinder Simone, Rafael, Roland und ich
die größte und bekannteste Hundeausstellung Österreichs in Tulln in der
Hoffnung, einen Hund zu finden der zu uns passt. Mir schwebte ein
Dalmatiner vor, meinem Mann gefielen Afghanische Windhunde und Eurasier
sehr gut, die aber auf Grund ihres langen Felles für mich als penible
Hausfrau nicht in Frage kamen. Als wir uns mittags im Esszelt stärken
wollten, sah ich an der Wand des Zeltes zwei große rotgoldene Hunde
liegen; sie bestachen durch ihre Ruhe, Schönheit - und ihre strahlenden
Augen, die jede Bewegung von mir einfingen. Im selben Moment wusste ich -
ich habe meinen Hund gefunden : einen Rhodesian Ridgeback! Es gab zu
dieser Zeit bloß eine Handvoll Ridgebacks in Österreich und hier einen
zu erstehen war schlicht unmöglich - also was tun?
Nun, 1985 hielt endlich der
erste Löwenhund - „Hivas von der Beernau“ (Rodja), ein Schweizer
Importrüde, bei uns Einzug. Vier Jahre später verließen wir Wien in
Richtung Burgenland und hier hatten wir nun ein geräumiges Haus, einen
großen Garten und bald darauf unsere italienische Importhündin „Kalulu
delle Cime Bianche“, die eigentlich bei Giovanna in Italien bleiben
sollte. Bongi, wie ich sie nannte, schenkte drei schönen Würfen das
Leben. Eine Tochter Bongi's aus dem dritten Wurf mit Namen „Mavunguela's
Pangani“ – Nala, wie wir sie rufen - blieb bei uns. Nach Rodja's Tod
1996 und Bongi's Tod 1999 war Nala allein - ein Hund der mit hängendem
Kopf spazieren ging, nie zuvor war sie ein Einzelhund gewesen und nun
waren beide Gefährten nicht mehr da. So hielt sehr plötzlich „Fungulwe
of Ka-Ul-Li's Ridges“ bei uns Einzug, Nala fühlte sich sogleich als
Chenga's Mama und lebte wieder auf. Nachdem sie ebenfalls schon Mutter
dreier Würfe ist, darf sie in Zukunft ihre Tantenrolle bei Chenga's
Kindern ausleben und wir werden weiter sehen wie vielen Kindern Chenga das
Leben schenkt.
Nachsatz: Interessanterweise
war ich schon als kleines Kind - von Hunden und Pferden einmal abgesehen -
der afrikanischen Tierwelt verfallen und eines meiner allerersten Lesebücher
hieß: " Komm mit, Tembo " und erzählte die Geschichte eines
kleinen Afrikanerjungen, der ein Elefantenkind groß zieht.... |